Polimentvergoldungen werden vor allem wegen ihrer hochglänzenden Oberfläche geschätzt. Sie finden vorwiegend bei Innenausstattungen wie z.B. Skulpturen, Rahmen und sakralen Ausstattungsgegenständen Verwendung. Trägermaterialien sind insbesondere Stuck und Holz.
Der aufwendige Untergrundaufbau der Polimentvergoldung beruht auf einer über die Jahrhunderte hinweg überlieferten Technik und erfordert einen hohen Arbeitsaufwand. Zu den wesentlichen Arbeitsschritten zählen das Grundieren, Polimentieren, Anschiessen und Polieren.

 

Glanzvergoldung auf Poliment Gravur (Granatapfelmuster)

 
 
Sie können auf nahezu allen Trägermaterialien angewendet werden. Bei der Rekonstruktion des Chorgitters der Filialkirche Hl. Blut in Einsbach wurden die Blattspitzen sowie Spangen und Rosetten neu vergoldet.
 
Bei der Vergoldung eines Gemälderahmens werden oftmals Glanz- und Mattvergoldung nebeneinander angewendet. Verschmutzung und Lockerung der Fassung sind die häufigsten Schadensmerkmale. Oft gehen auch ganze Partien der Rahmenverzierung verloren. Sie werden ergänzt, indem an einer vollständig erhaltenen Eckverzierung ein Abdruck genommen und mit seiner Hilfe das fehlende Teil nachmodelliert wird. Nach Neuvergoldung der Ergänzungen und anschließender Einstimmung sind die Nachbildungen kaum noch vom Original zu unterscheiden.
 
Zustand nach Ergänzung  
   
  Zustand nach Reinigung und Ausbesserung der Vergoldung