Die Restaurierung der Eh. Klosterkirche St. Marinus und Anianus in Rott am Inn nahm mehre Jahre in Anspruch. Die Rekonstruktion von Raumschale und Stuckaturen wurde Ende 2000 weitgehend abgeschlossen. Mit Hilfe von ausführlichen Befunduntersuchungen konnte die bauzeitliche Fassung von Wandflächen und Stuckaturen durch Neufassung nach Befund rekonstruiert werden.

Wand- und Gewölbebereiche wiesen starke Feuchtigkeitsschäden auf. Dadurch waren zum Teil Trockenlegungszeiten bis zu einem Jahr notwendig. Neben Rissbildungen, Abplatzungen und Hohlstellen in der Putzschicht sorgten schlecht haftende Überarbeitungen früherer Restaurierungen für Handlungsbedarf.

 
Die in den Jahren 1760 - 1763 entstandenen Stuckierungen stammen einschließlich ihrer Farbfassung von Jakob Rauch. Sie wurden Mitte des 19. Jh. und Mitte des 20. Jh. im Zuge von Renovierungsarbeiten überfasst. Dabei sind so starke Abarbeitungen vorgenommen worden, daß von der originalen Farbfassung schätzungsweise nur noch 20 % erhalten war.
 
Vorzustand Endzustand
 
Die floralen, ornamentalen und figürlichen Stuckdekorationen sind in Antragsstuck oder gegossenem Stuck ausgeführt. Sie wurden gefestigt und anschließend mit Microdampfgeräten schonend gereinigt. Fehlende Stuckteile konnten in der entsprechenden Herstellungstechnik ergänzt werden. Die Farbfassung wurde bei den Putten in kühlem Rosa, bei den Reliefrücklagen in hellem Gelbton und bei den Akanthusranken in hellem Blau (Smalte) rekonstruiert.
 
Vorzustand Endzustand
Vorzustand Endzustand
Vorzustand Endzustand
Endzustand