Die vermutl. im 17. Jh. entstandene Kreuzgruppe aus Marktschellenberg war in jüngerer Zeit für die Innenaufstellung überfasst, anschließend jedoch ungeschützt im Freien aufgestellt worden. Sie wies hinsichtlich Fassung und Holzträger eine sehr starke Schädigung auf.
 
Die größeren Risse wurden in Lindenholz ausgespant. Fehlende Fingerglieder mussten beim 'Reuigen Schächer' sowie auch beim 'Bösen Schächer' ergänzt, Dornen der Krone Jesus nachgeschnitzt werden. Die Fassung war zum Teil großflächig bis auf den Holzträger abgeplatzt.
 
Die Istfassung wies neben einer mangelnden Bindemittelsättigung ein starkes Craquelee und extreme Schollenbildung auf. Sie war an allem drei Figuren nur bis zu ca. 60 % erhalten. Die gesamte Fassung wurde durch Hinterspritzen der losen Farbschollen mit Hausenblase gefestigt. Das Niederlegen erfolgte mit Hilfe des Heizspachtels in mehreren Durchgängen.
 

 

Der in jüngerer Zeit aufgebrachte Kunststoffüberzug war stark vergilbt und großflächig abgeblättert. Er wurde wurde chemisch angelöst und mit dem Skalpell abgenommen.

Für die Retuschierung wurde vorab ein Arbeitsmuster angelegt

 
Dabei wurden die Fehlstellen mit Ölkitt geschlossen und die Oberflächen der Kittungen durch Einziehen einer künstlichen Craquelee strukturiert. Nachdem die Bindemittelsättigung der Istfassung wieder hergestellt worden war, wurde die Retuschierung mit in Leinölfirnis gebundenen Pigmenten ausgeführt.