Im Frühjahr 2005 erhielt die Orgel der Filialkirche St. Vitus & Anna in Ettendorf in Anlehnung an ihre Schwesterorgel in Vormoos eine barocke Schwarz-Gold-Fassung. Das Gehäuse der Orgel, die zu den wenigen erhaltenen Arbeiten des Orgelbauers Hans Vogel zählt und aus der 2. Hälfte des 17. Jh. stammt, war in jüngerer Zeite vollständig abgelaugt worden und befand sich in holzsichtigem Zustand.

Nach Entfernung verbliebener Laugenrückstände wurden sämtliche Flächen mit Leim getränkt, mit Steinkreide grundiert, Rissbildungen, Astlöcher und neuere Ausspanungen mit dem Anbringen von Amierungen stabilisiert. Die Kreidegrundierung wurde mit 8-maligem Auftrag aufgebaut.

 
Die zu vergoldenden Profile und Schnitzereien wurden erst gelb, dann rot polimentiert und vergoldet. Die Schwarzfassung erfolgte über einer roten Unterlegung aus in Kasein gebundener, gebrannter Siena in dreimaligem Auftrag in Buchenholzkohle. Sie erhielt einen Halbölüberzug aus Leinölfirnis und Balsamterpentin. Die Fassung wurde nach Aufbringen des Überzuges seidenmatt poliert.