Nach umfangreichen Voruntersuchungen der Raumschale wurde die ursprüngliche gotische Raumfassung der Pfarrkirche in Otting (Landkreis Traunstein/Obb.) wiederhergestellt.

Die freigelegten Malereien wurden konserviert und verlorene Partien rekonstruiert. Bei den in unserem hauseigenen Labor durchgeführten Untersuchungen wurden die in der spätmittelalterlichen Malerei verwendeten Materialien bestimmt.

Die nachgewiesenen Pigmente wurden in unserer Pigmentmühle in der entsprechenden Körnung gemahlen und bei der Rekonstruktion nach historischen Vorbild in Kalktechnik verarbeitet. So gewährleisten sie eine der Originalfassung entsprechende Farbwirkung.

 
  Etwa 2 Jahre nahm die Restaurierung der Chorfresken der Filialkirche Meggenthal bei Tittmoning in Anspruch. Die als Fresko buono ausgeführten spätgotischen Malereien zeigen u.a. zwei Engelspaare, die einen Brokatteppich halten. Mit ihrer Freilegung wurden Spuren früherer Bearbeitung entdeckt, die von einem spitzen Werkzeug herrührten. Bei älteren Renovierungsarbeiten war in die Malerei gehackt worden, um durch die unregelmäßige, aufgebrochene Oberfläche das Anhaften einer Überputzung zu verbessern. Die Malerein wurden freigelegt und restauriert.  
 

Die originale Raumschale der Salinenkapelle St. Rupertus in Bad Reichenhall stammt von 1849. Sie war bei Teilrenovierungen 1906 und 1958 großflächig überarbeitet worden.

Unter Bewahrung der Überarbeitungen wurden die zerstörten Partien der Istfassung zum überwiegenden Teil restauriert. Im Gewölbebereich des Mittelschiffes wurden Wandflächen sowie Medaillonrahmungen gemäß der Farbgebung der Originalfassung überfasst.

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  In Rahmen einer Befunduntersuchung der Raumschale der Pfarrkirche St. Rupert in Lend (Österreich) wurden an den Wandmalereien von Kirchenschiff und Chorbogen Reinigungsproben durchgeführt. Die Raumschale war im Jahr 2003 durch einen Brand im Eingangsbereich geschädigt worden. Dabei wurde die Oberfläche durch Ruß sehr stark verunreinigt. (Vorzustand s. linke Bildhälfte)
 

Die Darstellung der Marienkrönung im Chrorgewölbe der Filiakirche St. Augustin im Lungau (Öst.) wies großflächige Verschmutzungen und Rissbildungen auf. Mangelhafte Kittungen und großflächige Retuschen einer 1954 durchgeführten Restaurierung hatten sich im Lauf der Jahre farblich verändert. Sie wurden schonend mit einem Mikrodampfstrahler entfernt. Pudernde Partien wurden gefestigt, Malschichtausbrüche retuschiert.

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Im alten Pfarrhof in Übersee wurde eine im Stil des Art Dèco ausgeführte Raumfassung freigelegt. Die in Trateggio-Technik retuschierten Postkartenmotive lassen Landschaften der Chiemseeregion erkennen.

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Die Raumschale der Filialkirche St. Margaretha in Ellmosen (Landkreis Rosenheim) wurde 2003 restauriert. Ihre barocken Fescomalereien zeigen Szenen aus dem Leben der Hl. Margaretha. Das Deckengemälde über der Orgelempore stellt die Hl. Margaretha bei der "Brautwerbung des Olibrius" als Hirtin dar. Die aus dem Jahr 1790 stammenden Wandmalerein wurden gefestigt, gereinigt und retuschiert.